Aus zwei macht sechs

Aus zwei macht sechs

Es gibt neue Freiwillige!

Seit Aziza aus Indien und Gabi aus Uruguay im Dezember wieder nach Hause gefahren sind, sind Svetlana und ich zu zweit in der Wohnung. Eigentlich sollten im Januar neue Freiwillige kommen, aber das hat leider nicht geklappt. Dann hieß es, dass im Februar Freiwillige kommen würden, aber auch das ist nicht passiert. Meine Chefin Rita meinte, dass sich keine Freiwilligen finden und dass sie so etwas noch nie erlebt haben. Besonders im Januar als ich ein kleines Motivationstief hatte, habe ich mich sehr darüber geärgert, dass wir nur zu zweit sind, denn manchmal war es ein wenig einsam. Doch auf der anderen Seite gewöhnt man sich an alles und es ist ja auch nicht schlecht, ein eigenes Zimmer zu haben, zumal Svetlana schnarcht. 😉 Und mit dem Chor und dem Orchester habe ich mir Beschäftigungen gesucht, sodass ich eigentlich immer etwas zu tun habe.

Doch nun sind wir seit dem 1. Mai zu sechst in der Wohnung. Für zwei Monate leben wir zusammen mit zwei Mädchen aus Estland und zwei Jungs aus Portugal. Jaanika und Kristi aus Estland sind Schwestern und 23 und 24 Jahre alt. Einen Europäischen Freiwilligendienst zu machen war eigentlich Jaanikas Idee, aber da sie nicht so gut Englisch spricht, hat sie ihre Schwester mitgenommen. Tiago und Manuel sind 19 und 20 Jahre alt und können sich den EVS irgendwie in der Schule anrechnen lassen, da sie noch zur Schule gehen.

Ein wenig unglücklich ist es, dass Rita und Dávid gerade in Indien sind und erst am 10. Mai wiederkommen. Denn so fehlt ein wenig die „offizielle“ Begrüßung. Aber es funktioniert trotzdem alles gut.

Am Anfang waren alle ein wenig schüchtern und ich fand es eine komische Stimmung, da ich noch die Selbstverständlichkeit mit der wir mit Gabi und Aziza zusammengewohnten in Erinnerung hatte. Aber nach dem ersten Pizzaessen, Kartenspielen und estnischen Schnaps wurden wir Schritt für Schritt vertrauter. Am Samstag waren wir dann gemeinsam in Veszprém, um ihnen die Stadt ein wenig zu zeigen und um im Supermarkt einzukaufen. Heute haben wir dann natürlich auch gemeinsam geputzt und es ist toll, wie schnell es zu sechst geht. 😀

Eigentlich ist unsere Wohnung nur für fünf ausgelegt, d.h. wir haben auch nur fünf Betten und fünf Stühle. Aber wir haben das Polster des einen Sofas in unser Zimmer getragen, sodass wir Mädchen zu viert in einem Zimmer schlafen und die Jungs im Zweierzimmer. Auch der Müll ist jetzt viel schneller voll, aber wie gesagt, putzt es sich auch schneller. Alles in einem freue ich mich sehr, dass jetzt wieder mehr Leben in der Wohnung ist

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