Der Markt in Palermo Ballaró

Der Markt in Palermo Ballaró

Während meiner Woche auf Sizilien war ich einige Male in Palermo und was auf jeden Fall zu meinen Highlights zählt ist der Markt Ballaró.

Das erste Mal war ich dort an einem Montagnachmittag um ca. 17:00 Uhr. Die engen Gassen und die exotische Auswahl an Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch haben mir sehr gut gefallen. Weil es allerdings schon so spät für einen Markt war, hatten viele Stände schon geschlossen und es war nicht viel Betrieb.

Das zweite Mal waren wir dort am Samstag vor Ostersonntag um 12:00 Uhr. Das war ganz ungeplant, da wir eigentlich auf dem Weg zur Bibliothek in Palermo waren, aber uns dann spontan umentschieden haben. Eigentlich war unser Weg sehr schön, wir sind von der Kirche „San Giovanni degli Eremiti“ in Richtung „Via de Bastione“ gelaufen, sind aber vorher rechts abgebogen in die Straße „Via Porta di Castro“. Diese sehr representative Straße, eng, mit einigen Cafés, Kneipen und Bed& Breakfast, verfallenen Häusern, vielen Balkonen, Vespas und Apes sind wir gefolgt, bis wir auf den Ballaró Markt gestoßen sind, der auf unserer rechten Seite begann. Schon am Ende der Straße „Via Porta di Castro“ begannen die Stände, zuerst mit Handgemachtem und später mit kleinen Essensständen.

Sobald man in die „Via Ballaro“ biegt, ist man in einer anderen Welt, zumindest wenn man aus Deutschland kommt und die Wochenmärkte meist weit und geordnet sind. In den engen Gassen zwischen den Balkonen findet man alles, von jeglichen Gemüse- und Obstsorten über frisch hergestellter Ricotta, halben Schweinen, armgroße Oktopusse, Muscheln, Duschköpfen, Messer, Waschmittel bis zu wahrscheinlich illegal verkauften Zigaretten. Besonders beeindruckt war ich von den riesigen Schwertfischen. Die Gassen waren voller Menschen, Mopeds haben sich ihren Weg freigehupt und über allem tönte das Marktgeschrei der Verkäufer. Oft haben sie ganze Rezepte gerufen, sich mit dem Nachbarstand lautstark unterhalten oder Lieder gesungen. Diese Stimmung kann man weder in Worte fassen, noch auf Fotos festhalten und für mich war es ein echtes Erlebnis. Mit den ganzen Früchten, die ich nur aus dem Supermarkt kenne, wie Pinienkerne und Artischocken, und die ich noch nie gesehen habe beispielsweise die Japanische Wollmistel (ja, sie heißt wirklich so :D) hatte das Ganze auch einen arabischen Touch.

Entgegen unserer Erwartungen war der Markt Ballaró um einiges größer und vor allen lebendiger als der berühmte Markt „La Vucciria“ in Palermo. Als wir dort waren um ca 11:00 Uhr, gab es nur ein paar Stände. Mein Tipp also für Palermo: besuche den Markt „Ballaró“.

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