Deutsches Kartoffelgratin und sizilianisches Street Food

Deutsches Kartoffelgratin und sizilianisches Street Food

Eine Woche Sizilien

Meine italienische Mitbewohnerin Svetlana ist über Ostern nach Hause gefahren. Sie kommt von Sizilien und da wir schon oft darüber gesprochen hatten, dass ich doch mitkommen sollte, haben wir das kurzerhand so gemacht. Also habe ich vom 14.04.19 - 21.04.2019 sizilianische Luft geschnuppert.

Am Donnerstag ging’s zur Abwechslung mal ins Innere der Insel. Der Onkel hat nämlich in der Nähe von Marineo ein Landhaus, das sie mir gerne zeigen wollten. Die Autofahrt hat ein wenig gedauert, aber ich konnte mich an der Landschaft gar nicht sattsehen. An den Berghänge stehen verteilt einzelne Häusern, neben Zypressen, Weinreben und Olivenhainen. In Marineo haben wir an einer Bäckerei gehalten, wo wir frisches und sehr leckeres Brot zum zweiten Frühstück gekauft haben. Nach Marineo haben wir dann die Hauptstraße verlasse, um auf steilen Steinpisten mit 30cm tiefen Schlaglöchern weiterzufahren. Bei jedem Meter hat mir das Auto mehr leid getan, aber ein Italiener kennt da keinen Schmerz. 😉

Im Landhaus fand gerade Frühlingsputz statt, den wir allerdings nicht selbst gemacht haben, sondern Svetlanas Onkel hat Leute dafür bezahlt, dass sie das Haus aufräumen. Da Svetlana und ich nicht viel tun konnten, sind wir ein wenig um das Haus spazieren gegangen und ich habe Pflanzen gesehen, die ich noch nie zuvor gesehen habe. Ich bin sehr neidisch, dass Svetlanas Familie ein Haus in so hübscher Landschaft hat, denn ich finde das ziemlich cool, zumal sie dort auch Olivenöl selber machen. Für das Mittagessen sind wir zurück nach Marineo gefahren, da der Onkel mir gerne sizilianisches Street Food zeigen wollte, was wir in einer sehr schicken Bäckerei gekauft haben. Es war sehr lecker und weil das Essen auf Sizilien einen Eintrag für sich wert ist, kannst du hier meinen Eintrag über sizilianisches Essen lesen.

Danach sind wir um 12:30 Uhr wieder zurück gefahren, da nämlich Svetlana um 16:00 Uhr einen Zahnarzttermin und danach einen Friseurtermin hatte. Davor haben Svetlana und ihre Mutter noch ihren obligatorischen Mittagsschlaf gemacht, bevor ich mit Svetlana zur Zahnarztpraxis gegangen bin. Während sie beim Zahnarzt war, habe ich mich auf die Suche nach einem Postkasten für meine Postkarten gemacht und bin noch ein wenig durch die Fußgängerzone Bagherias geschlendert. Später hat uns die Mutter abgeholt und wir sind nach Santa Flavia zum Friseur gefahren. Beim Friseur war lustigerweise eine Kundin, die auch deutsch sprechen konnte und mit der ich mich ein wenig unterhalten habe.

Als Svetlanas Haare fertig geschnitten waren, wollten wir eigentlich nach Hause, aber wir haben noch an einer alten Villa gehalten, die einen spannenden Garten hat. Und zwar war der Garten und die Villa einst bestimmt sehr prachtvoll, aber mittlerweile schon heruntergekommen. Im Garten waren die Wege von den Büschen überwuchert, während die Statuen wie aus dem 17. Jahrhundert aussahen. Es war zwar kein besonderer Ort, aber es hat mir dort sehr gut gefallen und ist zudem eine gute Möglichkeit, um dem ständigen Autolärm und dem Müll für ein paar Minuten zu entkommen.

Wieder in der Wohnung habe ich Kartoffelgratin für das Abendessen gekocht, denn das koche ich immer, wenn ich nach typisch deutschem Essen gefragt werde. Natürlich wäre Grünkohl noch typischer, aber da ist die Gefahr größer, dass es niemand mag und außerdem kann man das auch oft nicht kaufen. Das Kartoffelgratin war zwar nicht das Beste, was ich gemacht habe, aber es hat geschmeckt.

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