Ein Tag wie aus dem Bilderbuch

Ein Tag wie aus dem Bilderbuch

Unser Wochenende war geprägt von kurzen Ausflügen nach Veszprém (die nächstgrößere Stadt) und nach Zánka (kleines Dorf am Balaton) sowie leckerem Essen.

Samstag

auf dem Weg nach Veszprém: v.l.n.r. Harry, ich, Chiaram Tina

Am Samstag sind wir mit dem Bus nach Veszprém gefahren, um vor allen Dingen vegane Lebensmittel zu kaufen, denn Harry ist Veganer und hier im Coop in Nagyvázsony ist der vegane Trend noch nicht angekommen. Also sind wir um kurz nach acht Uhr aufgebrochen aber leider hat Chiara beim Heraussuchen der Busverbindung nicht bedacht, dass Wochenende ist, sodass wir vergebens an der Bushaltestelle standen. Der nächste Bus fuhr erst um zehn Uhr, sodass wir wieder zurück zur Wohnung gegangen sind. Schließlich sind wir dann aber doch nach Veszprém gekommen und haben uns auf den Weg zum Einkaufszentrum, der Plaza, gemacht.

Erstaunlicherweise gibt es in Ungarn so ziemlich die gleichen Geschäfte wie in Deutschland, z.B. Rossmann, Aldi Süd, Deichmann, Penny, Lidl, dm und sogar einen Tesco, worüber sich insbesondere Harry gefreut hat. Nachdem wir unsere Einkäufe erledigt hatten, sind wir wieder zurück zur autóbusz állomás, zur Bushaltestelle gegangen. Später wollen wir uns vielleicht noch einmal die Stadt zusammen mit David vom Jugendzentrum anschauen.

Von dem vielen Herumgelaufe und Busfahren waren wir alle ein wenig erschöpft, sodass wir bis zum Abend nicht wirklich etwas gemacht haben; ich habe Apfelmus und unser Abendessen gekocht. Später haben wir dann noch den Film „Fantastic Beasts and where to find them“ geschaut.

Sonntag

Ganz nach englischer Tradition hat uns Harry heute morgen vegane Pancakes gebacken, die super lecker waren. Danach habe wir unseren cleaning day veranstaltet (also die Wohnung geputzt) und die Dekoration für die Konferenz in zwei Wochen besprochen. Um zwölf Uhr haben Tina, Harry und ich die Wohnung verlassen, weil wir zum Balaton zum Schwimmen gefahren sind. Chiara ist zu Hause geblieben, weil sie zeitgleich studiert und dafür noch etwas tun musste. Da Sonntag ist, hat die Busfahrt sehr lange gedauer mit einmal Umsteigen, sodass wir statt 30min 1h 30min gebraucht haben. Was allerdings toll ist, sind die Buspreise, denn insgesamt hat mich der Hinweg nach Zanká nur 710 HUF (6,20€) gekostet.

In Zanká sind wir einmal die Hauptstraße hoch und runter gelaufen und konnten dann kostenlos! im Badebereich des Balatons schwimmen. Das war toll! In den Bussen ist es aufgrund der defekten Klimaanlage oft recht heiß und da es heute ca. 26°C waren, war die Abkühlung im türkisblauen Wasser sehr angenehm. Ich dachte immer, dass man für so ein türkises Wasser in die Karibik fahren muss, aber so etwas gibt es auch in Ungarn!

Toast mit Hirn? Hm lecker!

Nach der Abkühlung wollten wir etwas im See-Imbiss essen und da in Ungarn sehr viel für die deutschen Touristen übersetzt wird, mussten wir sehr über die nicht ganz gelungene Übersetzung „Toast mit Hirn“ lachen. Sehr stolz auf mich war ich, als ich es geschafft habe, in vollständigen Sätzen zwei Lángos zu bestellen, die gut geschmeckt haben.

Auf unserem Rückweg haben wir noch ein wenig über Flaggen, Sprache und Patriotismus diskutiert und gehen heute früh ins Bett, da Tina und Chiara morgen im Kindergarten arbeiten und ich zusammen mit Anna nach Balatonfüred fahre, um die dortige Schule kennen zu lernen.

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