Klausuren und Tuba

Klausuren und Tuba

Von einer stresigen Woche, einem spannendem Wochenende und einer 50-50 Klausur

Die Lage zum Semesterende muss wohl an den meisten deutschen Universitäten genau so sein. So langsam wird einem bewusst, dass die Klausuren anstehen, für die man gegebenfalls lernen müsste, man schmiedet Pläne für die kommenden Semesterferien und dazu kommen die zahlreichen Aufführungen der Hochschulgruppen. Gar nicht leicht, für jemanden, der bei allem mitmachen möchte! 🙂

Heute habe ich meine erste Klausur in der Uni geschrieben. Deswegen war ich in der letzten Woche damit beschäftigt, den Vorlesungsstoff zusammen zu fassen und zu lernen. Gleichzeitig haben wir uns in Lerngruppen für eine andere Vorlesung getroffen und da noch normaler Semesterbetrieb ist, finden wie gewohnt auch alle anderen Vorlesungen, Übungen und Hochschulgruppen statt. Hinzukommen die Aufführungen der Hochschulgruppen wie z.B. Theateraufführungen oder Konzerte. Leider finde ich die Planung eher suboptimal, z.B. war das Konzert des Unichores am selben Abend wie das vom Uniorchester. Das sollte man doch eigentlich vermeiden…

Da ich beim Uniorchester mit der Tuba ausgeholfen habe, saß ich am Dienstag- und Donnerstagabend in den Proben, wodurch meine Klausurvorbereitung nicht so ausfürlich war, wie ich das eigentlich wollte. Zudem fanden am Freitag- und Sonntagabend die zwei Konzerte des Orchesters statt, womit wieder zwei Abende fehlten. Trotzdem war es eine hilfreiche Abwechslung des Lernortes, da wir im prunktvollen Passauer Rathaussaal gespielt haben und ich mir anhand der Wandgemälde beispielsweise gut die Kulturdimensionen nach Kluckhohn/Strodbeck oder die Geschichte Italiens merken konnte. 🙂 Die Konzerte selber waren sehr schön, obwohl ich mit der Tuba nicht viel zu spielen hatte. Wir haben u.a. die 9. Sinfonie von Antonín Dvořák gespielt und den 2. Satz daraus live zu hören ist immer wieder ein Genuss! Außerdem habe ich wieder viele neue nette Menschen bzw. Studenten kennen gelernt.

Den restlichen Freitag habe ich auf die Bewerbungen für einen Semesterferienjob verwendet und zudem noch ein Skype Interview mit einigen Mitglieder des EuSN und der Kommission gehabt.

Samstagmorgen hieß es früh aufstehen, etwas, was mir im Winter nicht leicht fällt. Aber ich habe es trotzdem geschafft und meinen Zug Richtung Plattlingen nicht verpasst. Durch das Deutsche Tubaforum bin ich nämlich auf ein Tubaworkshop in der Musikschule in Neuhausen (in der Nähe von Deggendorf), gar nicht so weit von Passau entfernt gestoßen. Doch obwohl es nicht weit entfernt ist, ist die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmittel eher schlecht, sodass mich netterweise jemand von der Musikschule vom Bahnhof in Deggendorf abgeholt hat. Wenn das mal keine Service ist! In Neuhausen angekommen, war ich erstmal beeindruckt, wie aus einem ganz normalen großen Wohnhaus eine echt nette Musikschule bzw. „Musikwerstatt Unisono“ entstanden ist. Und das in einem 2000 Einwohner Dorf!

Der Tubaworkshop wurde von Christina Schauer, eine Tubadozentin und -lehrerin, die sogar in der Nähe von Passau wohnt, geleitet. Wie zu erwarten war, war der Großteil der Teilnehmer älter und männlich (okay, 10 von 12 Teilnehmer waren Männer). Der Workshop hat mir viel Spaß gemacht und ich konnte zudem einige echt nützliche Tipps und Trick rund ums Tubaspiel mitnehmen. Während der Mittagspause sind wir alle zusammen in das örtliche Wirtshaus gegangen, wo wir etwas gegessen haben. Zum Ende des Workshops haben wir gemeinsam noch ein Stück gespielt und das war echt eine interessante Erfahrung, wenn 13 Tuben gleichzeitig spielen!

Auch auf dem Heimweg stand ich vor dem Problem der schlechten Zug- bzw. Busanbindung, doch netterweise hat mich jemand zum Bahnhof in Plattling mitgenommen, wo ich dann in den Zug Richtung Passau steigen konnte. Danach ging es gleich weiter zur Uni, wo schon die Hauptprobe der Musicalgruppe im Gange war. Beim Musical spiele ich nämlich Tuba und Klavier und ich bin schon ganz gespannt wie heute Abend die erste Aufführung wird.

Sonntagmorgen habe ich dann die Gelegenheit, doch noch etwas für die Klausur zu lernen genutzt, bevor ich um 12:30 Uhr zur Sonderchorprobe gefahren bin. Ich fand die Probe schön, da wir auch mal andere Übungen als in den regulären Proben gesungen haben. Gegen 16:30 Uhr bin ich von der Uni dann gleich weiter zum Rathaussaal gelaufen, wo das zweite Konzert des Uniorchesteres stattgefunden hat. Doch nach dem Konzert bin ich nicht mehr mit zum Griechen gekommen, wo die „Afterparty“ stattfinden sollte, sondern nach Hause gefahren, da ich zugegebenermaßne müde war.

Heute morgen dann die Klausur. Es war eine Ankreuzklausur mit den Möglichkeiten richtig oder falsch, also eine 50%-ige Chance, die Antwort richtig zu haben. Schön, dass es jetzt vorbei ist und mich wieder auf andere Dinge konzentrieren kann. Zum Beispiel die nächsten Klausuren… Doch davor finden erst einmal heute, morgen, Mittwoch- und Donnerstagabend die Musicalaufführungen statt, worauf ich mich schon sehr freue. 🙂

Ein Gedanke zu „Klausuren und Tuba

  1. Lernen zwischen den Highlights des Lebens ist wahrscheinlich auch am effektivsten.
    90 % der Aufgaben werden in 10 % der Zeit bearbeitet. Ob diese Aussage auch für das Lernen zutrifft, Paula?

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