Man trifft sich überall

Man trifft sich überall

Bevor ich nach Ungarn gefahren bin, habe ich natürlich mit vielen Ex-Freiwilligen über ihre Erfahrungen gesprochen. Dabei haben sie u.a. auch erzählt, dass die Freiwilligen eher unter sich bleiben und nicht so viel Kontakt mit den Einheimischen entsteht. Hauptgrund dafür dürfte mal wieder die Sprachbarriere sein. Vielleicht ist das in Ländern, von denen man die Sprache möglicherweise schon ein wenig kann, wie Großbritannien, Spanien oder Frankreich anders. Allerdings sind Erwachsene in dem Punkt, sich ohne Sprache zu verständigen, ganz schön verklemmt. Kinder können das besser! Auf Grund der Erzählungen anderer Freiwilligen, habe ich dann auch so etwas erwartet, doch zum Glück ist es bei mir nicht ganz so.

Mein Weihnachtsgeschenk von unserer Nachbarin 😉

Da wäre zum Einen Éva néni, eine ältere Dame, die schräg gegenüber wohnt. Seitdem ich ihr für Weihnachten Kekse vorbeigebracht habe, unterhalten wir uns auf der Straße oder im Bus. Das finde ich wirklich toll, denn sie ist sehr nett und ich kann mein Ungarisch üben.

Zum Anderen wäre dann die ultimative Möglichkeit, Gruppen beizutreten. Egal ob Sport, Musik, Tanz, Schreiben, Disskutieren, irgendwelche Gruppen gibt es immer überall. Dabei hilft es natürlich, wenn man so etwas schon zu Hause gemacht hat und man nicht ganz neu anfängt, denn dann ist die Hemmschwelle kleiner. Und natürlich braucht es auch ein wenig Mut, weil es am Anfang immer das selbe ist: Man kommt an, weiß nicht wo man hinsoll, traut sich aber nicht zu fragen, notgedrungen versucht man dann doch zu fragen, hat damit Erfolg und freut sich am Ende, dass man es gemacht und geschafft hat. Genau so war es bei mir im Ukulelen Klub, im Orchester und im Chor.

Das Tolle an solchen Gruppen ist, dass man dadurch Einheimische kennenlernt und sich aus dem mehr oder weniger geschlossenen Freiwilligenkreis rausbewegt. Natürlich baut sich meistens keine so enge Beziehung auf, wie wenn man mind. zwei Monate zusammen lebt und reist, aber trotzdem ist es schön, auch mal mit ungarischen Jugendlichen zu reden. Mitlerweile treffe ich schon ziemlich oft Bekannte vom Orchester und Chor, wenn wir in Veszprém unterwegs sind. Fast wie in Deutschland. 🙂

Gestern war ich zum Beispiel beim „Play your Ukulele“ Tag in Veszprém. Ein ehmaliger Mitarbeiter von Fekete Sereg ist nämlich sehr musikalisch und veranstaltet auch den Ukulele-Klub, in dem ich Mitglied bin. Gestern war dann eine Art öffentliche Präsentation, von dem, was wir so spielen. Und dort ist dann auch ein Lehrer aus der Musikschule sowie eine Achtklässlerin aus Balatonfüred aufgetaucht. So trifft man sich wieder! 😀

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