Rückblick und Vorfreude

Rückblick und Vorfreude

Die Vorweihnachtszeit in Passau

Wahnsinn, dass die Weihnachtszeit in Ungarn nun schon ein Jahr zurück liegt. Ich kann mich noch so gut daran erinnern, wie Svetlana und ich in unserer Wohnung Adventskalender für den anderen gebastelt haben, wie ich ziemlich viel Post bekommen habe, wie wir Plätzchen gebacken haben, wie wir im Garten einen Schneemann gebaut haben, wie wir zusammen mit den Short-term Freiwilligen Musikworkshops in den Schulen gemacht haben, welche eine Rutschpartie es durch das gesamte Dorf war, wie ich dem ungarischen Nikolaus Tuba vorgespielt habe, wie ich im Radio ein Interview gegeben habe, wie ich in der Andrássy Universität einen Workshop gegeben habe, wie wir Weihnachtslieder rauf und runter gehört haben und natürlich wie ich das Weihnachtsfest mit meiner Mentorin und ihrer Familie verbringen durfte. Wenn du von allen dem noch nicht gelesen hast, dann folge gerne den Links oder stöbere ein wenig in meinen Beiträgen.

Dieses Jahr verbringe ich dann Weihnachten zu Hause, so wie die 17 Jahre zuvor auch. Ich freue mich schon wahnsinnig und kann es gar nicht abwarten, mich morgen in den Zug zu setzen und nach Hause zu kommen. Denn ich finde, erst wenn man mal weg war, weiß man es zu schätzen, wie gut man es doch hat. Nicht, dass mein Weihnachtsfest letztes Jahr schlecht war, aber nun freue ich mich auf das altbekannte Weihnachten.

In Passau bin ich schon seit Ende November total in Weihnachtsstimmung. Das mag wohl daran liegen, dass ich ab dem 28.11 auf dem Weihnachtsmarkt gearbeitet habe und zwar habe ich Seife verkauft. Ich bin sehr froh, so einfach an den Job herangekommen zu sein, (die „Bewerbug“ beschränkte sich nämlich nur auf einen Anruf, Lebenslauf und Versicherungsnummer) es war eine gute Erfahrung und für nächstes Jahr habe ich gleich eine Arbeitmöglichkeit sicher. Doch jetzt hat es mir auch gereicht, da es ab und zu sehr langweilig werden konnte, wenn nicht viele Besucher da waren. Immerhin habe ich jetzt viel Geld verdient und zugleich schon Weihnachtsgeschenke besorgt (natürlich Seife).

Ein weiterer Faktor, der mich in Weihnachtsstimmung versetzt hat, waren die ganzen Weihnachtslieder, die wir im Unichor und bei den Ohrwaschlschindern gespielt haben. Was und wer die Ohrwaschlschinder sind, darüber werde ich nochmal einen eigenen Beitrag schreiben, kurz gesagt ist es eine Truppe, die bayrische Blasmusik spielt. Mit beiden Gruppen habe ich bei der „International Christmas Night“ der Uni Musik gemacht und mit den Ohrwaschlschindern haben wir auch zweimal auf dem Weihnachtsmarkt gespielt. Hinter der Bühne gab’s gratis Glühwein für die Musiker… 🙂

In der Uni selbst gab es wenig weihnachtliche Stimmung mit Außnahme des Weihnachtsbaumes in der Mensa und natürlich der erhöhte Glühweinkonsum inner- und außerhalb der Vorlesungen. Doch in der letzten Woche hat man schon die allgemeine Aufbruchsstimmung gemerkt, da viele Studenten schon am Donnerstag oder Freitag nach Hause gefahren sind. Viele haben ihren Koffer schon gleich mit in die Uni genommen, zudem waren die Vorlesungen auch deutlich ausgedünnt. Das Highlight des Unikinos habe ich leider nicht miterlebt und zwar war das die Vorstellung des Films „Die Feuerzangbowle“, die wie jedes Jahr extrem gut besucht war. Zur selben Zeit war auch die Probe des Uniorchester, bei der ich dann saß, da das Orcheter mich gefragt hat, ob ich nicht für das Konzert aushelfen könnte. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt. 🙂

Vor den besinnlichen Feiertagen wurde nochmal ordentlich gefeiert, erstens bei der größten Studentenparty „Tussi meets Nerd„, die mit ca. 1000 Leuten in der Uni selbst stattgefunden hat und dann waren wir noch bei einer WG-Weihnachtsparty. Beide waren ziemlich gut!

In unserer WG haben wir am zweiten Advent Adventsraclette gemacht, um das neue Raclette der einen Mitbewohnerin auszuprobieren. Ansonsten sind meine Mitbewohner nun auch schon alle weg und nach Hause gefahren, sodass nur noch ich und ein indisches Mädchen hier sind, die über Weihnachten nicht nach Indien fährt, sondern mit ihren Freunden ein wenig durch Europa reist.

Nun heißt es für mich Sachen packen, die restlichen Lebensmittel verbrauchen, das Weihnachtspaket an Svetlana zur Post bringen und dann geht’s nach Hause.

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