Week 24 – Song 41: A zene az kell

Week 24 – Song 41: A zene az kell

Da ich den 40. Song of the Week erst sehr spät und zwar gestern hochgeladen haben und du ihn vielleicht verpasst hast, geht’s hier zum 40. Song of the Week.

Am Wochenende hat zum dritten Mal das Magyar Kórusok Találkozója in Veszprém stattgefunden. Dabei kommen immer verschiedene Chöre aus dem sogenannten „Großungarn“ für ein Wochenende nach Veszprém und geben gemeinsam mit dem Veszprém Chor Veszprém Város Vegyeskara (VVV) inkl. seiner Jugendgruppe Vokál Konzerte. Als „Großungarn“ bezeichnen die Ungarn das ehemalige Gebiet Ungarns wie es vor dem Ersten Weltkrieg war, nämlich um einiges größer und große Teile Rumäniens, Kroatiens, der Ukraine und der Slowakei umfassend. Nachdem Ungarn im Ersten Weltkrieg auf der Verliererseite stand, wurde ihnen zwei Drittel im Vertrag von Trianon abgesprochen, worüber sich die Ungarn bis heute immer noch aufregen. Aber über das Thema werde ich noch einen eigenen Blogbeitrag schreiben. Fakt ist, dass durch den Vertrag von Trianon ca. 2,4 Millionen Ungarn im Ausland leben und es dort als Minderheit nicht leicht haben.

Beim Magyar Kórusok Találkozója kommen also verschiedene Chöre aus den jeweiligen ehemaligen Gebieten Ungarns nach Veszprém und diesmal war Transsilvanien d.h. Rumänien an der Reihe.

das Konzertplakat

Das erste Konzert, das Eröffnungskonzert war schon am Freitag, an meinen Geburtstag. Gestern hat dann das große Galakonzert mit den Auftritten der Gastchöre stattgefunden. Am Ende haben wir alle zusammen ein paar Stücke gesungene und darunter auch diesen Song of the Week „A zene az kell“ von. Es ist relativ bekannt und stammt aus dem Musical. Im Lied geht es um die Kraft und die Schönheit der Musik und der Titel bedeutet übersetzt soviel wie „Es braucht die Musik“. Da mit alle Chöre zusammen ca. 80-100 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne standen, hatte es ganz schön Wums. 🙂

Nach dem Konzert gab es dann ein gemeinsames Abendessen im Restaurant des Theaters, in dem das Konzert stattgefunden hat. Darauf folgte typisch ungarisch das gemeinsame Volksliedsingen- und tanzen. Mir hat es viel Spaß gemacht und ich war stolz auf mich, weil ich ein Volkslied sogar auswendig mitsingen konnte. Zum Glück ist auch der Volkstanz am Anfang sehr einfach, sodass auch Ungeschickte wie ich mittanzen können. Nach einer Weile wird es aber echt anstrengend. Es war eine tolle Atmosphäre im Raum und ich fand es beeindruckend, dass, obwohl alle aus unterchiedlichen Regionen kommen, sie gemeinsam diesselben Volkslieder singen und Vokstänze tanzen. In Deutschland gibt es so etwas nicht.

Um 22:15 Uhr musste ich die ‚Party‘ allerdings schon verlassen, da mein Bus nach Hause nicht wartete. Vor dem Theater habe ich mich noch kurz und sehr nett mit einem älteren Ehepaar aus dem Erwachsenenchor unterhalten, die ganz entzückt von mir waren. Dann bin ich zum Bus gespurtet und mit guter Laune nach Hause gefahren. Wie schon beim Orchester, bin ich super glücklich, dass ich im Chor singe und das alles hier erleben darf. A zene az kell.

Ein Gedanke zu „Week 24 – Song 41: A zene az kell

  1. „A zene az kell“:
    Magst du diesen Schlager wirklich, Paula?

    Ich finde ihn schrecklich abgeschmackt: Alles, was Eindruck macht, ist drin: Kinder- und Männerstimmen, Streichorchester, zum gloriosen Schluss Trompeten…

    Naja, es ist ungarischer Text, da brauchen wir den Schmalz nicht zu verstehen, aber die Musik selbst sagt auch schon alles!
    Gibt es in Ungarn nicht auch echte Volksmusik? Oder in Bearbeitung von zB Kodaly oder Bartok oder von (dem frühen) Ligeti? Bestimmt! Mehr ungarische Namen fallen mir auf die Schnelle nicht ein.
    Und werden diese Komponisten nicht aufgeführt?

    Mit musikalischem Gruß,
    Tilo

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